| Dagdavasta |
Zustand des Seins, das vom Feuer des Wissens verzehrt wurde; Jivanmukti, in dem alles Karma, alle Unwissenheit und alle Samskaras verzehrt werden; der Heilige handelt dann aus dem Augenblick heraus, ein Subjekt frei von Unwissenheit oder Karma. Er erscheint als Verkörperung, obwohl er nicht vom Körper berührt zu sein scheint. |
| Daharakasa |
Wissensraum; Äther des Herzens |
| Daitya |
Eine Ebene des mächtigen Seins, in dem teuflische Qualitäten vorherrschen; die Dämonen der Hindu Puranas; Riese |
| Daiva |
der Gott, der alle Wesen kontrolliert und ihnen gibt, was ihren Pflichten, ihrem Schicksal, ihrer Bestimmung entspricht; - die kontrollierende Macht. |
| Daivani |
himmlische Stimme, (die von reinen Seelen tatsächlich gehört wird). |
| Daivi |
Divya, göttlich. |
| Daivisampat |
göttliche Werte |
| Daksha |
Experte; Intelligenz; weise, fähig. |
| Dama |
die Kontrolle der äußeren Sinne; eines der sechsfachen Tugenden des Niyama im Raja-Yoga. |
| Dambha |
Stolz |
| Dana |
Wohltätigkeit |
| Danda |
Tugend eines Bettelmönchs oder Sanyasin; eine Art körperlicher Übung (Selbstkasteiung); |
| Dandasakti |
Zepter; der Stab der Macht; Macht durch Gewaltherrschaft |
| Dantadhauti |
Reinigung der Zähne |
| Darasutaisana |
der Wunsch nach Frau und Kinder |
| Darbha |
eine bestimmte Grasart, die als heilig angesehen wird und zu religiösen Zwecken genutzt wird; |
| Darpa |
Arroganz; Stolz |
| Darsana |
Innensicht; eine bestimmte Weise des Sehens; Vision; Philosophiesystem; sichtbar machen; |
| Dasa |
Sklave; Diener; |
| Dasavadhana |
zehn Dinge gleichzeitig erledigen; |
| Dasya |
das Verhalten eines Devote, der seine Beziehung zu Gott in Form des Dienens Ausdruck verleiht; |
| Datta |
angenommen; hingegeben; geben; |
| Daurmanasya |
Verzweiflung; schlechte Lage |
| Daya |
Dankbarkeit; Mitgefühl; |
| Deha |
physischer Körper |
| Dehabhimana |
egoistische Bindung an den Körper |
| Dehadhyasa |
falsche Identifikation mit dem Körper |
| Dehatma-buddhi |
der Intellekt, der einem das Gefühl gibt, mit dem Körper Eins zu sein; |
| Dehaisuddhi |
Reinheit oder Reinigung des Körpers; |
| Dehavidya |
Physiologie |
| Dehi |
jemand, der einen Körper hat; die bewusste Verkörperung; Jiva oder die indivduelle Seele |
| Desa |
Platz; Raum; Land |
| Desakala |
Raum-Zeit; |
| Desakalasambandha |
ausgedehnt im Raum und positioniert in der Zeit; hat eine Beziehung zu Raum und Zeit; Raum-Zeit-Beziehung. |
| Desatita |
jenseits des Raumes |
| Devaloka |
Eine der höheren subtileren Welten; die Welt der Götter und Himmelswesen. |
| Devata |
Die Gottheit, die den menschlichen Gottesdienst empfängt und dementsprechend Wünsche erfüllt. Der Begriff wird auch verwendet für den Herrn, der den Gottesdienst aller empfängt und ihnen gibt, wonach sie suchen. Er ist als die höchste Devata bekannt. |
| Devayajna |
Eines der fünf täglichen Opferriten, das vom Familienoberhaupt vorgenommen wird, wobei die Opfergaben verschiedenen Gottheiten gewidmet werden. |
| Devayana |
Der Pfad der Götter. Eines der Pfade wird von der individuellen Seele nach dem Tod beschritten. |
| Dhairya |
Mut; Kühnheit |
| Dhana |
Werte; Reichtum |
| Dhanadanyabala |
die Macht der Güter; die Macht des Geldes |
| Dhanurasana |
Bogenhaltung im Hatha-Yoga |
| Dhara |
Strom; fortgesetzte Wiederholung |
| Dharana |
Konzentration des Geistes |
| Dharanasakti |
die Macht der Gier und des Zurückhaltens von Ideen. |
| Dharanayoga |
Der Yoga der Konzentration als Vorstufe zu Dhyana und Samadhi. |
| Dharma |
Der rechte Weg zu leben, so wie er von den heiligen Schriften als tugendhaft beschrieben wird. |
| Dharmadasa |
ein Sklave seiner Pflichten; ein Sklave der Gesetze. |
| Dharmameghasamadhi |
Der Zustand des Überbewusstseins oder Samadhi wird 'Wolke der Tugend' genannt, insoweit wie sie ihren Nektar der Unsterblichkeit durch die Kenntnis von Brahman herabregnen lässt, wenn alle subtilen Vasanas (Wünsche) zerstört sind. 'Die Wolke der Tugend' ist der Name für Samadhi im Astanga Yoga des Patanjali. |
| Dharmaparisat |
Versammlung der Weisen. |
| Dharmi |
Substratum, das Dharma besitzt. |
| Dhatu |
Element; Metall; die Lebenskraft im Menschen, von der es heißt, wenn der Yogi sie durch das Zölibat konserviert, dass er Ojas und Tejas (Lebendigkeit und Feuer) entwickelt. |
| Dhauti |
Eine Übung zur Reinigung des Magens im Hatha-Yoga. |
| Dhira |
beständig; mutig; fest |
| Dhivasana |
Der Geist, der seine feinste Stufe einnimmt, und der dann, wie in einer Knospe, alle Eindrücke der Handlungen (Wünsche) bewahrt. |
| Dhrti |
(spirituelle) Geduld |
| Dhumamarga |
Der Pfad des 'Rauches', zur Unterscheidung zum Pfad des Lichtes, der vom Jiva auf seiner Reise himmelwärts eingeschlagen wird; Pitryana, der Pfad der Väter oder Mähnen. |
| Dhvamsabhava |
die Nicht-Existenz im dritten Augenblick vom Anfang |
| Dhvani |
Ton; Klang; der subtile Aspekt der vitalen Sakti des Jiva in der Schwingung; |
| Dhvanyatmakasabdha |
Der silbenlose Klang, der durch ein Zusammentreffen verursacht wird, ist bedeutungslos. |
| Dhyana |
Meditation; Kontemplation. |
| Dhyanagamya |
durch Meditation erreichbar |
| Dhyanika |
mit dhyana oder Meditation verbunden sein |
| Dhyeya |
Objekt der Meditation oder der Anbetung; der Sinn, der in einer Handlung steckt |
| Dhyeyarupa |
die Form für den Zweck der Meditation |
| Dhyeyatyaga |
das Zurückziehen des Objektes in der Meditation; die absolute Erfahrung oder Nirvikalpa Samadhi. |
| Digambara |
nackt; nur von den vier Seiten der Welt bedeckt |
| Digvijaya |
Die Eroberung der Welt, entweder kulturell oder militärisch |
| Diksakti |
Die Macht der Illusion, die das Bewusstsein des Raumes erzeugt. |
| Dina |
bescheiden; hilflos |
| Dinabandhu |
Freund der Armen und Hilflosen, Gott. |
| Dinacharya |
tägliche Aktivitäten |
| Dinadayalu |
gnädig gegenüber den Hilflosen zeigen |
| Dirgha |
lang; lang anhaltend |
| Dirghasvapna |
langer Traum; normalerweise um anzudeuten, wie unrealistisch die Natur der Welt ist |
| Disa |
viertel |
| Distam |
unsichtbare Kraft im Karma, das mit den Handlungen und den sich daraus ergebenen Früchten verbunden ist; Bestimmung oder Schicksal |
| Divya |
göttlich; himmlisch; leuchtend; heilig; übernatürlich |
| Divyachakshu |
göttliches Auge |
| Divyachara |
göttlich geführte Menschen; ein tantrischer Pfad spiritueller Disziplin, der für die reinen und fortgeschrittenen Sucher von Bedeutung ist |
| Divyadrsti |
göttliche Vision |
| Divyagandha |
überkörperlicher Duft |
| Dosa |
Fehler; Unzulänglichkeit |
| Dosadrsti |
Die Vision, die Fehler aufzeigt |
| Drasta |
Subjekt; Seher; Wahrnehmer |
| Dravata |
flüssiger Zustand |
| Dravya |
Substanz |
| Dravyagrahana |
das Besitzergreifen von Dingen |
| Drdha |
fest; unerschütterlich |
| Drdhabhumi |
fest begründet in jeder Beziehung oder Zustand des Yoga |
| Drdhasamskara |
gut begründeter mentaler Eindruck |
| Drdhasusupti |
Zustand des Tiefschlafs |
| Drdhata |
Festigkeit |
| Drk |
Seher; Wahrnehmer; Vision |
| Droha |
Verrat; Kränkung |
| Drsta |
das Sichtbare; Gesehene; das, was wahrgenommen wurde. |
| Drstanta |
Beispiel; Illustration; |
| Drstisrstivada |
Die Doktrin darüber, dass die Existenz der Welt nur ein Resultat der Wahrnehmung ist, und dass es nichts jenseits dieser Vorstellung existiert. |
| Drsya |
wahrgenommen; gesehen; die Welt; das, was für die körperlichen Sinne sichtbar ist. |
| Drsyaprapancha |
die phänomenale Welt, die für das Auge sichtbar ist. |
| Duhkha |
Schmerz; Kummer; Sorgen; |
| Duhkhajihasa |
der Wunsch, Schmerz und Sorgen zu vermeiden. |
| Duradrsti |
ferne Vision. |
| Duskrta |
Schwäche; Sünde; üble Handlungen. |
| Dustanigraha |
die Vernichtung des Bösen; |
| Dvadasanta |
das zwölfte Zentrum; das zwölfte Zentrum wird von manchen als die Hirnanhangdrüse im Kopf identifiziert; - es gibt sechs Zentren im Gehirn und sechs Zentren unterhalb des Gehirns. |
| Dvaitadvaitavivarjita |
jenseits von Monismus und Dualismus; ohne beider Einssein und Zweisamkeit oder Vielfältigkeit |
| Dvaita-bhava |
das Gefühl von Dualität |
| Dvaitavada |
Dualität; die Doktrin dualer Existenz begründet durch Madhva. |
| Dvandva |
gegensätzliches Paar |
| Dvandvata |
Zustand der Dualität |
| Dvandvatita |
jenseits eines Gegensatzpaares, wie Hitze und Kälte, Hunger und Durst, Vergnügen und Schmerz etc. |
| Dvarakarana |
eine mittelbare Ursache; von Maya (der Illusion) wird angenommen, dass sie eine mittelbare Ursache des Universums ist, da der unveränderliche Brahman keine unabhängige Ursache sein kann. Das, was nicht die wirkliche Ursache ist, aber einen Überbringerfaktor der eigentlichen Ursache darstellt, ist die innewohnende Folge, wie z.B. Eisglätte auf der Erde, die wirkliche materielle Ursache befindet sich bereits in der Basis, doch kommt erst durch den Mittler zum Ausdruck. |
| Dvayam |
zwei; Paar |
| Dvayanuka |
Kieselalge; zweiarmig |
| Dvesa |
Hass; Abneigung; Widerwille |
| Dvija |
Ein Begriff, um im Allgemeinen auf die ersten drei der vier Kasten der hinduistischen Gesellschaft hinzudeuten; der Zweitgeborene; ein Brahmana |
| Dviparardha |
die zwei Hälften des Lebens eines Brahma |