Yogalexikon N

Nabbi
Nabel
Nabbicakra
Manipuracakra; der dritte Lotus am Nabel, gemäß Hatha-Yoga.
Nada
Mystischer Klang (aus der Ewigkeit); die erste Schwingung, aus dem die ganze Schöpfung hervorgegangen ist; die erste Offenbarung des nicht-offenbarten Absoluten; Omkara oder Sabda Brahman; auch der innere mystische Klang oder Anahata, auf den sich die Yogis konzentrieren.
Nadabindukalatita
Jenseits von Nada, Bindu und Kala in der tantrischen Idiologie; der absolute Zustand Brahmans.
Nadanusandana
Die Frage an den oder die Untersuchung des Anahata Klangs.
Nadi
Nerven; Nervenkanal; psychische Ströme.
Nadisuddhi
Reinigung der Nadis.
Naga
Ein Orden der Sadhus; d.h. die nackten Sadhus.
Naimittika
Gelegentlich; nicht täglich oder dauernd.
Naimittika-karma
Obligatorische Riten zu bestimmten Anlässen, wie z.B. zum Todestag, Sonnen- oder Mondfinsternis usw.
Naimittikapralaya
Gelegentliche kosmische Auflösung, wenn Hiranyagarbha schläft.
Naiskarmya
Das Ende der Wirksamkeit von Prakrti; der Zustand von Handlungslosigkeit (in der Befreiung).
Naistikabrahmacari
Jemand, der ein lebenslanges Zölibat gelobt hat und im Haus seines Lehrers lebt.
Naivedya
Essbare Opfergaben für die Gottheiten im Tempel oder am häuslichen Altar.
Naiyayika
Anhänger der Nyaya-Schule, einer indischen Philosophie.
Nakshatravidya
Astronomie; Sternenkunde.
Nama
Name
Namarupa
Name und Form; die Natur der Welt.
Namarupajagat
Die Welt der Namen und Formen.
Namarupavyakarana
Die Evolution der Namen und Formen.
Namasmarana
Die Erinnerung an den Herren durch die Wiederholung seines Namens.
Namrata
Demut, Ergebenheit, Bescheidenheit.
Nanabhava
Das Gefühl von Vielheit oder Vervielfältigung.
Nanatva
Vielheit; Verschiedenartigkeit.
Narasimba
Eine erbitterte Offenbarung Visnus in Form eines Löwen, um in dieser Inkarnation Hiranyakasipu zu töten.
Narayana
Ein treffender Name Gottes; der Begriff von etymologischer Bedeutung des Seins, das alle Dinge unterstützt, das es erreichen kann und das, was Ihm hilft, so zu handeln; - als Kombination von Nara und Ayana verstanden bedeutet es, das Durchdringen aller Dinge; - jemand, der am Wasser schläft.
Nasika
Die Nase, das subtile Riechorgan, das sich nach außen richtet.
Nasikagra
Die Nasenspitze
Nasikagradrsti
Der starre Blick auf die Nasenspitze.
Nauli
Aus dem Hatha-Yoga Kriya; wobei man den Unterbauch mithilfe der Rektalmuskulatur rotieren lässt.
Navadvarapuri
Die Stadt mit den neun Toren, d.h. der Körper.
Navarddhis
Die neun weniger wichtigen psychischen Kräfte.
Navavidhabhakti
Neun Formen der Hingabe, d.h. Seinen Namen und Seine Verehrung zu Herzen gehen lassen, Seinen Namen singen; sich an IHN erinnern; Gottesdienst zu Seinen Füßen, Verehrung mit Blumen, Unterwerfung, sich als Sein Diener zu sehen; Sein Freund sein und die vollkommene Hingabe.
Neti
Hatha-Yoga Kriya - Nasenspülung oder indem ein Faden durch die Nasenlöcher gezogen wird; eines der sechs Kriyas bzw. Reinigungsübungen im Hatha-Yoga.
Neti-neti
„Nicht dies, nicht das“; der analytische Prozess, indem nacheinander alle Namen und Formen negiert werden, um letztendlich die dahinter liegende Wahrheit zu erfahren.
Nididhyasana
Tiefe Meditation; die dritte Stufe des vedantischen Sadhana nach dem ‚Hören’ und ‚Reflektieren’.
Nidra
Schlaf; entweder Traum oder Tiefschlaf; auch ein Name für Yogamaya.
Nigama
Zusammenfassung; das fünfte Mitglied eines Syllogismus (Vernunftschluss).
Nigrahasthana
Der Ort der Kontrolle und Bestrafung.
Nihsankalpa
Das Vermeiden von Gedanken oder Vorstellungen.
Nihsprha
Wunschlosigkeit.
Nihsreyas
Absolute Glückseligkeit; Moksha.
Nihsvasa
Ausatmung.
Nijabodharupa
Zustand des Selbstbewusstseins; Satcitananda Brahman; die Form des wirklichen Wissens.
Nimesa
Die Zeit eines Augenaufschlags; ein Augenblick oder eine Minute.
Nimitta
Ursache; Instrument.
Nimittakarana
Instrumentale Ursache, wie ein Töpfer, der einen Tontopf formt.
Ninda
Tadel; Zensur.
Nirabhimanata
Der Zustand der Ich-losigkeit.
Nirabhimani
Jemand, der frei von Egoismus ist.
Niradhara
Ohne Unterstützung.
Nirajana
Das Abbrennen von Kampfer und dergleichen; das Wedeln von Kampfer oder eines Lichts vor dem Bildnis/ der Statue einer Gottheit während eines Gottesdienstes.
Nirakara
Formlos.
Niralamba
Ohne Unterstützung.
Niramaya
Frei von Krankheiten.
Niranjana
Fleckenlos.
Niranjanoham
Ich bin Fleckenlos rein.
Nirasaya
Ohne Zufluchtsort oder Schutz.
Nirasraya
Ohne Unterstützung.
Niratisayaghanibhutasakti
Unendliche Macht bzw. unendliches Potenzial; konzentrierte grenzenlose Macht.
Niratisayananda
Die höchste Glückseligkeit; darüber existiert nichts mehr.
Nirvadhiatitaram
Konstant und überschwänglich.
Niravarana
Ohne Schleier.
Niravayava
Ohne Mitglieder oder Glieder.
Nirbharata
Fülle, erfüllt.
Nirbhaya
Furchtlos.
Nirbija
Samenlos; ohne Samskaras.
Nirbijasamadhi
Nirvikalpa Samadhi, wodurch die Saat von Samskaras durch Jnana befreit wird.
Nirdvandva
Jenseits solcher gegensätzlicher Paarungen wie z.B. Vergnügen und Schmerz.
Nirguna
Ohne Eigenschaften.
Nirgunabrahman
Das unpersönliche eigenschaftslose Absolute.
Nirlina
Nicht aufgelöst.
Nirlitatva
Der Zustand des Nicht-berührtseins.
Nirmala
Rein; ohne Unreinheiten.
Nirmana
Ohne Ich-haftigkeit.
Nirmana
Schöpfung
Nirmanacitta
Der erzeugte Geist; der erzeugende Geist.
Nirmanakaya
Der geschaffene Körper.
Nirmoha
Ohne Bindung; ohne Auflösung.
Nirnaya
Beschaffung;
Nirodha
Zurückgezogen; unterdrückt; Zerstörung.
Nirodhabhumi
Der Zustand, wenn der Geist unter Kontrolle steht.
Nirodhaparinama
Änderung der Kontrolle.
Niruddha
Kontrolliert.
Nirudyoga
Ohne Mühe.
Nirukta
Etymologie der Vedas.
Nirupadhika
Ohne beschränkende Anhängsel.
Nirupana
Untersuchung oder Ermittlung.
Nirvana
Befreiung; letzte Emanzipation.
Nirvedya
Nicht erkennbar.
Nivicarya
Ohne irgendein Argument; ohne Logik und Nachfrage.
Nirvicarasamadhi
Überbewusster Zustand, wo keine intellektuelle Nachfrage mehr betsteht.
Nirvikalpa
Ohne Veränderung des Geistes.
Nirvikalpasamadhi
Der überbewusste Zustand, wo es weder Geist noch Dreiklang gibt, d.h. weder Wissenden noch Erkennen oder Erkanntes. Siehe auch: Asamprajnatasamadhi.
Nirvikara
Unverändert.
Nirvisaya
Ohne die Aktivität der Sinne; ohne Objekt.
Nivisesa
Ohne besondere Charakteristik.
Nirvisesacinmatra
Unverändertes alleiniges Bewusstsein.
Nirvisesatya
Ohne bestimmte Befügungen.
Nirvitarkasamadhi
Überbewusster Zustand, wo es weder Argumente noch Logik gibt.
Niscaya
Bestimmtheit; Überzeugung.
Niscayatmaka
Mit fester Überzeugung oder Entschlossenheit.
Niscayavrtti
Die Vrtti oder der Zustand des Geistes, wo Überzeugung vorherrscht.
Nirsedha
Verbot (Selbstverpflichtung durch die Schrift).
Nisiddhakarma
Verbotene Handlungen (gemäß den Vedas oder den Smrtis).
Niskala
Ohne Verzweigung; ungefärbt; fleckenlos.
Niskama
Wunschlos.
Niskamabhava
Spontanes Gefühl, ohne Motiv; das erwartungslose Verhalten nach Früchten der Handlungen.
Niskamakarma
Handlungen, ohne irgendwelche Früchte zu erwarten.
Niskampana
Unerschütterlich.
Niskriya
Ohne Handlung; ohne Bewegung.
Niskriyarupa
Die Form des Nicht-handelnden; eine Charakteristik des absoluten Zustands oder Brahmans.
Nistha
Standhaftigkeit, ein bestimmter Zustand.
Nitya
Ewig; täglich; obligatorisch; permanent.
Nityanityavastuviveka
Unterscheidungsfähigkeit zwischen Wirklich und Nichtwirklich.
Nityabuddhi
Die Idee von Stabilität; der Intellekt, der die Welt als real ansieht.
Nityakarma
Die täglichen Pflichtriten, wie Sandhyavandana usw.
Nityamukta
Ewige Freiheit.
Nityapralaya
Die Auflösung der täglichen Geschehnisse während des Schlafens.
Nityasarga
Die tägliche Schöpfung; das Erwachen des Individuums am Morgen.
Nityasiddha
Ewig vollkommen.
Nityasuddha
Ewig rein.
Nityasukha
Ewig glücklich.
Nityata
Die Ewigkeit.
Nityatrpti
Ewige Zufriedenheit.
Nityayukta
Ewig (mit dem Absoluten) vereint.
Nivrtti
Sich aus dem allgemeinen Leben zurückziehen, d.h. von den weltlichen Dingen.
Nivrttimarga
Der Pfad des Zurückziehens oder Sanyasa; der Pfad der Rückkehr zu Para Brahman.
Nivrttirupa
Im Zustand des Zurückziehens und der Loslösung; Atman oder Brahman.
Niyama
Die zweite Stufe des Raja-Yogas, d.h. innere und äußere Reinigung, Zufriedenheit, Disziplin, Erforschung des Selbst; Hingabe.
Niyamaka
Er ist es, der kontrolliert; Gott oder Isvara.
Niyamavidhi
Die Methode, Anweisungen oder Regeln der heiligen Schriften zu befolgen.
Nrtya
Der Tanz. Der Tanz von Lord Sivas ist auch als Tandava Nrtya bekannt.
Nryajna
Humanitärer Dienst an Menschen; eines der fünf täglichen Opferriten der Familienväter; das Bewirten von Gästen, der Armen usw.
Nyagrodha
Ein indischer Baum; der Sami-Baum
Nyasa
Sich zurückziehen, hinlegen.
Nyaya
Logik; eines der sechs indischen Philosophie-Schulen