Ein glücklicher Körper mit Yoga

8. Aug 2018 | Claudia Eva Reinig | Yogainspiration

Im Yoga spricht man von einem ganzheitlichen Ansatz und hat die Idee, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Durch die Asanas und all die anderen „Werkzeuge“ wie Mantra, Pranayama, Mudra und der Meditation entsteht innere Harmonie, die entspannt, gesund und glücklich macht. Das ist zumindest die Idee und auch eine meiner Erfahrungen. Bei uns im Westen ist Yoga meist gleichbedeutend mit den Yogastellungen und trotzdem, auch wenn Yoga viel tiefer geht und mehr einbezieht als nur die körperliche Ebene, hat der Körper eine grosse Bedeutung. Man spricht davon, dass der Körper der Barometer der Seele ist. Deepak Chopra, ein populärer Autor von Büchern über Spiritualität und alternative Medizin erklärt beispielsweise, dass es hilfreich ist, Verbündete zu haben, wenn wir unsere Visionen erreichen und Wünsche verwirklichen wollen. Diese Verbündete sind meist Freunde oder Partner, die dir zur Seite stehen, Menschen und Begebenheiten, mithilfe deren die „Erfolgsstory“ geschrieben wird. Wichtig sind jedoch auch die Verbündete, die uns von innen heraus unterstützen. Und der erste Verbündete ist dabei sicherlich unser Körper, der steht sozusagen für die physische „Plattform“ für alles, was du hier im Leben vollbringst. Somit wäre es toll, wenn wir es schaffen würden, unseren Körper in unseren allgemeinen Erfolgswillen und beim Entfalten unserer Wünsche einzubinden. Genau dies machen wir im Yoga, indem wir die Yogastellungen üben. 

Sicherlich ist dir auch aufgefallen, dass unsere Gesellschaft geradezu von Körper und dem Aussehen besessen ist. Doch weitaus fruchtbarer ist es, wenn es um sogenannte perfekte Körper geht, nicht darüber nachzudenken wie gross, wie klein, wie dick, wie dünn oder wie schön gekleidet man ist und auch Gedanken über Alter, Jugend und andere Standardisierungen wegzulassen. Es entspannt, wenn wir uns von den Bildern und Botschaften befreien, die ein falsches Körperideal propagieren, ein Ideal, das auf rein äusserlichen Massstäben oder Jugendwahn basiert. Wahrscheinlich sind dies jedoch nicht die Kriterien eines wirklich glücklichen Körpers. 

Unser Körper ist ein Wunderwerk, bestrebt darum, einen Ausgleich zu schaffen, was immer wir ihm abverlangen. Eine Unzahl von Körperzellen sorgt dafür uns im Gleichgewicht zu halten. Stelle dir einmal einen Körper vor, der ein einziges Kriterium erfüllt, und zwar, dein Wohlbefinden zu fördern. Das meint natürlich die allgemeine Gesundheit, doch auch Vitalität, die uns leicht, energiegeladen und lebendig fühlen lässt. 

Doch wie bekomme ich einen solchen Körper?

Unterstützend ist, deinen Körper als lieben Freund zu betrachten und nicht ständig auf ihm rumzuhacken. Auch dann nicht, wenn er krank ist oder nicht so mitmacht wie du willst. Betrachte ihn nicht als Problem oder Maschine, die dich von A nach B bringt oder irgendetwas zu essen braucht. Bei jeder Entscheidung, die den Körper betrifft, können wir uns eine einfache Frage stellen: Würde ich so einen Freund behandeln? Rücksichtnahme und Fürsorge sind unerlässlich für eine gute Freundschaft. Yogaübungen sowie Meditation für Körper und Geist, genügend körperliche Bewegung, also Herz-, Kreislauftraining für Ausdauer, ausreichend Schlaf und Entspannung sowie gesunde vegetarische Ernährung gelten als Bausteine im Yoga. Dies sorgt für Wohlbefinden, Leichtigkeit und einen glücklichen Körper.

Ich feiere nun meinen eigenen Körper dafür, dass er ein wunderbarer zuverlässiger Freund ist, mit dem ich gemeinsam reise, dies von Anbeginn seit ich hier bin und der bei all meinem Tun dabei ist. 

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